Warum Krisenkommunikation wichtiger denn je ist
Anlässlich der letzten Hiobsbotschaften aus der oberösterreichischen Unternehmenslandschaft habe ich mich entschieden, aus meinem Erfahrungsschatz in der Krisenkommunikation ein paar Learnings zusammenzufassen.
Eine Krise kann jedes Unternehmen treffen – ob es sich um negative Schlagzeilen, eine fehlerhafte Produktcharge oder einen Shitstorm in den sozialen Medien handelt. Doch während viele diese Momente fürchten, liegt in jeder Krise eine Chance: Unternehmen können Stärke, Transparenz, ja sogar Kompetenz demonstrieren und sich langfristig sogar besser positionieren – vorausgesetzt, sie kommunizieren überlegt und mit einem klaren Plan.
Ein Gedanke aus meiner Erfahrung:
In meiner bisherigen Arbeit habe ich festgestellt, dass es nicht nur die Strategie ist, die über den Erfolg der Krisenkommunikation entscheidet, sondern auch, wie Menschen in stressigen Situationen reagieren. Manche bleiben ruhig und konzentrieren sich auf den Plan – andere hingegen lassen sich von der Dynamik der Krise mitreißen. Diesen menschlichen Faktor zu verstehen und zu managen, ist eine der spannendsten Herausforderungen in meinem Beruf.
1. Was macht eine gute Krisenkommunikation aus?
- Proaktivität statt Reaktivität: Wer vorbereitet ist, kann schnell und gezielt handeln. Ein Krisenplan ist das Fundament.
- Ehrlichkeit und Transparenz: Fehler zuzugeben und offen zu kommunizieren, schafft Glaubwürdigkeit.
- Empathie zeigen: Eine mitfühlende Kommunikation hilft, Vertrauen zu bewahren und Emotionen zu entschärfen.
2. Krisen als Marken-Chance nutzen
- Positionierung als Problemlöser: Zeige, wie du in der Krise Verantwortung übernimmst und Handlungsfähigkeit bewahrst.
- Stärkung der Markenwerte: Eine klar kommunizierte Haltung, die zu den Unternehmenswerten passt, hinterlässt einen positiven Eindruck.
- Langfristige Lerneffekte: Jede gemeisterte Krise kann genutzt werden, um Prozesse, Strukturen und die Außenkommunikation zu verbessern.
Tipp: Teile nach überstandenen Krisen Learnings und Erfolgsgeschichten – so zeigst du anderen, dass du aus Herausforderungen gestärkt hervorgehen kannst.
3. Der Weg zu einer starken Krisenkommunikation
a) Krisenprävention
- Entwicklung eines Kommunikationsplans: Wer kommuniziert was und wann?
- Aufbau eines Krisen-Teams: Definiere Verantwortlichkeiten.
- Monitoring: Überwache potenzielle Risiken, z. B. in den sozialen Medien oder in der Lieferkette.
b) Schnelle Reaktion im Ernstfall
- Das richtige Timing: Schweigen ist keine Lösung – Kunden erwarten eine zügige Ansprache.
- Einheitliche Botschaften: Halte die Kommunikation konsistent, um Missverständnisse zu vermeiden.
c) Nach der Krise
- Evaluieren: Was lief gut, was kann verbessert werden?
- Kommunizieren: Zeige, wie das Unternehmen aus der Situation gelernt hat.
4. Warum eine professionelle Beratung entscheidend sein kann
Krisenkommunikation erfordert Erfahrung, Schnelligkeit und Fingerspitzengefühl. Nicht jedes Unternehmen hat die internen Ressourcen, um eine Krise souverän zu bewältigen. Krisenkommunikation ist Teamarbeit – und gleichzeitig eine sehr persönliche Angelegenheit. Daher gehört es neben meinem strategischem Know-how auch dazu, die Menschen hinter den Kulissen zu begleiten: ihnen zu helfen, unter Druck ruhig zu bleiben, und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen Sicherheit geben.
Wenn du sicherstellen möchtest, dass dein Unternehmen optimal auf Krisen vorbereitet ist, lass uns sprechen. Gemeinsam entwickeln wir eine Kommunikationsstrategie, die dir und deinem Team auch in schwierigen Zeiten Sicherheit gibt.
